Hornissen – ein streng geschütztes Wespenvolk

Die Hornisse ist die größte Wespenart in Mitteleuropa. Die Körpergröße der Königin beträgt bis zu 35 Millimeter, die der Arbeiterinnen bis 25- und die der Drohnen bis 28 Millimeter.

Hornissen bevorzugen als Neststandort geschützte, dunkle Hohlräume; zum Beispiel Baumhöhlen aber auch Vogelnistkästen. Im Frühjahr beginnt die Königin allein mit dem Bau des Nestes. Danach schlüpfen die ersten Arbeiterinnen und Drohnen. Im August erreicht das Hornissenvolk mit mehreren Hundert Tieren (bis 700) seinen Höhepunkt. Nach den ersten Frostnächten, sterben die Arbeiterinnen und Drohnen. Nur die Königin überwintert und gründet im nächsten Frühjahr einen neuen Staat.

Hornissen stehen in Deutschland unter Artenschutz. Bewohnte Nester dürfen nicht vernichtet werden. Stiche durch Hornissen sind selten. Im Bereich des Nestes sollte man allerdings vorsichtig sein und hektische Bewegungen vermeiden. Die Hornisse kann durchaus angriffslustig sein, wenn es darum geht, das Nest zu verteidigen. Die überlieferte Legende „7 Stiche töten ein Pferd, 3 Stiche einen Menschen“ stimmt allerdings nicht. Für Menschen sind Hornissen ungefährlich.